es geht auch anders …

ein anderes Färbeverfahren mit Waidblättern kommt ohne den Einsatz von Chemikalien und Hitze aus … auch hier geht es um die Blätter von zweijährigem Waid, die ich in diesem Fall mit Wasser übergossen und mit dem Pürierstab geschreddert habe. Die dunkelgrüne Flüssigkeit habe ich gefiltert und die Blätter beiseite gestellt.

Auch diese Methode funktioniert nach dem Verfahren: Wolle einlegen, einige Zeit ziehen lassen, an der Luft verblauen lassen … und auch hier vertieft sich der Farbton mit jedem weiteren Zug … der Strang ganz rechts wurde mit Rhabarberblättern vorgebeizt:

Für die folgenden Ergebnisse habe ich den benutzten Farbsud weiter verwendet, mehrere Probestränge eingelegt und das Ganze zusammen erhitzt. Interessant fand ich dabei, dass sich die dunkelgrüne Farbbrühe bei ca. 60°C zu einer gelben Flüssigkeit klärte …

zuletzt habe ich dann – um auch das Letzte an Farbe heraus zu holen – die beiseite gestellten Blätter ausgekocht und mit dem schwachen Sud einmal auf Alaun- und einmal auf Rhabarberblättervorbeize gefärbt:

 

6 Kommentare

  1. Der rechte Rhabarberstrang in saftig grün ist ein Traum von einer Farbe. Natürlich aber leuchtend. Tolles Ergebnis! Dazu dann noch einen blassgelben Strang und etwas waidblaue Wolle *schwäääärm*

  2. I think this is woad? and it looks great…many variations on a theme…my woad is growing in the garden, but the slugs seem to like it too…maybe blue slugs will evolve…lol

  3. @Prinz
    ich gehe bei meinen Färbeversuchen meist „nach Gefühl“ vor und verzichte weitgehend auf eine Waage … die Ergebnisse der Pflanzenfärberei sind von so vielen Faktoren (Wasserqualität, Erntezeitpunkt, Material des Färbetopfes usw.) abhängig, dass ich es als schwierig empfinde, allgemeingültige Rezepte aufzustellen …

  4. Es funktioniert 😉
    Dein Waid hat sich prächtig sowohl im Beet als auch im Kübel gemacht.
    Aber was färbt denn da jetzt, wenn doch Indigo angeblich nicht wasserlöslich ist?
    LG
    Sabine

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