so unterschiedlich …

… wie die Rinde der Obstbäume sind auch die Färbeergebnisse, die sich mit den verschiedenen Rinden erzielen lassen …

im Herbst hatte ich ja schon erfolgreich mit Apfelbaumrinde experimentiert … hier nun ein Versuch mit Kirschbaumrinde:
Die kleingeschnittene Rinde habe ich in Wasser mit einem Teelöffel Waschsoda angesetzt und ca. 2 Wochen ziehen lassen. Das Wasser nimmt schnell eine tiefrote Farbe an, die allerdings nicht auch als Rot auf die Wolle aufzieht … anschließend habe ich die Rinden im Farbsud ausgekocht und nach dem Abkühlen und Durchsieben die mit Alaun kaltgebeizte Wolle eingelegt, erhitzt und weiter behandelt.

 

dieses Mal habe ich Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid) verwendet … die Färbungen von links nach rechts:

– ungefärbter Vergleichsstrang
– Strang, der ca. 1 Woche im Farbauszug lag, wurde nur wenig erhitzt
– bis kurz vor dem Kochen erhitzt
– mit Kupferessig nuanciert
– mit Eisenessig nuanciert
– 2. Zug
– 2.Zug auf 100% Wolle

Wenn man sich den Strang, der zusammen mit den Rindenstückchen im kalten Farbauszug gelegen hat, etwas genauer anschaut, fallen einige braun-rote Flecken in der Wolle auf …

 … das sind die Stellen, an denen die Wolle in direkten Kontakt mit der Rinde gekommen ist… ich finde das ganz interessant und werde das sicher bei einer kommenden Färbung ‚mal ganz gezielt einsetzen.

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